Nachträglich noch einen Kamin oder Ofen einbauen?

In eine Wohnung oder ein Haus nachträglich noch einen Kamin oder einen Anschluss für einen Ofen einzubauen, ist nur dann möglich, wenn beim Hausbau die entsprechenden Maßnahmen bedacht wurden. Nicht immer kann an einer Immobilie nachträglich noch ein Kamin angebracht werden, über den der Rauch abgezogen wird. Ein Haus mit einer Ölheizung bräuchte zum Beispiel einen zweiten Kamin, der nur für das Befeuern eines Holzheizungselements gedacht ist; eine Kombination ist nicht erlaubt und nicht möglich. Sind die Vorbereitungen aber entsprechend getroffen, beziehungsweise bietet sich aufgrund der Ausrüstung der Immobilie die Möglichkeit, eine neue Wärmequelle in der Wohnung einzurichten, ist dies ein Aufwand von nur einem Wochenende, entsprechend umzubauen.

Am wichtigsten ist, dass der Kaminschacht, der mit Schamottesteinen ausgekleidet ist, bei der Installation eines neuen Ofens nicht versehrt wird. Muss der Kamin für eine neue Feuerstelle angebohrt werden, sollte dies mit entsprechendem Werkzeug und wohl von einem Fachmann durchgeführt werden. Wichtig ist es auch, die Rohre nach Vorschrift anzubringen. Wer noch nie selbst einen Ofen eingebaut hat, sollte nur nach einer ausführlichen Anleitung vorgehen. Die Buchsen, die für die Verbindung zwischen Mauer und Rohr eingebaut sind, müssen ordentlich eingemauert werden und natürlich ist der Putz wieder in Ordnung zu bringen, nachdem die Bohrung und das Einzementieren abgeschlossen sind. Die Malerarbeiten sind ein Klacks. Den Ofen muss man so aufstellen, dass er mindestens 40 Zentimeter von brennbaren Holzdecken und anderen Gegenständen entfernt ist. Ansonsten empfiehlt sich der Einbau wärmehemmender Platten, die im Baumarkt erhältlich sind. Ohne das Einverständnis vom örtlichen Kaminkehrer darf man nicht ans Werk gehen. Berücksichtigt man aber seine Weisungen und sorgt für einen fachlich korrekten Einbau, ist der nachträgliche Einbau von Kamin und Ofen kein Thema.